Karpaltunnel-Syndrom
Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) gehört zu der großen Gruppe der Nervenkompressionssyndrome. Beim KTS wird der Nervus medianus im Karpaltunnel der Hohlhand eingeengt.
Die Ursache der Einengung ist vielseitig. Knochen- und Weichteilverletzungen, chronische Entzündungen der Beugesehnen oder auch hormonelle Störungen (Wechseljahre).
Die Folgen sind Verminderung des Tastsinns, Gefühlstaubheit und Muskelschwäche der Hand. Besonders der nächtliche Schmerz steht im Vordergrund.
Mit der Messung der Nervenleitgeschwindigkeit durch den Neurologen erhält man die Diagnose.
Grundsätzlich kann man im Anfangsstadium der Beschwerden eine nicht operative Behandlung durchführen. Durch das Tragen von speziellen Nachtschienen können die Beschwerden verringert werden. Bei
erfolgloser Behandlung ist eine Operation zu empfehlen, um bleibende Gefühlsstörungen und Muskelschwund zu vermeiden.
Der Operateur entscheidet die Operationstechnik mit dem Patienten. Die offene Operationstechnik mit Hautschnitt in der Längslinie der Hohlhand oder die endoskopische Karpaltunnelspaltung.
In der Regel tritt nach der Karpaltunnelspaltung eine sofortige Besserung der Beschwerden ein. Entscheidend ist dabei, wie lange die Schmerzen und Missempfindungen bestanden haben.
Dr. med. Axel Buchmüller
Chirurgische und Orthopädische Praxis
