Sprunggelenk
Außenbandriss des oberen Sprunggelenks
Der Außenbandriss des oberen Sprunggelenks ist eine der häufigsten Sportverletzungen, vor allem bei sog. Sprungsportarten, wie z.B. Volleyball und Basketball. Bei der frischen Verletzung besteht eine ausgeprägte Schwellung über dem Außenknöchel sowie ein starker Druckschmerz und Belastungsschmerzen. Zur Erstbehandlung gehört eine Hochlagerung des verletzten Beines mit Eisauflagen am geschwollenen Knöchel. Die Verletzung sollte so schnell wie möglich fachärztlich untersucht und korrekt behandelt werden, um schlechte Behandlungsergebnisse, die bis zu 25% betragen können, möglichst zu vermeiden.
Seit etwa 20-25 Jahren wird diese Verletzung meist nicht mehr operativ, wie zuvor, sondern konservativ funktionell behandelt, und zwar mit einer sog. Sprunggelenks-Orthese, die konsequent 6 Wochen lang getragen werden muss, tagsüber mit einem stabilen Schuh, z.B. einem Sportschuh. Mit dieser Orthese kann eine sofortige Mobilisation erfolgen, das heißt gehen und belasten, je nach Schwellung und Schmerzen. Bei einigen Patienten ist in den ersten Tagen nach der Verletzung eine medikamentöse Thromboseprophylaxe mit Spritzenbehandlung erforderlich. Sportbeginn kann nach 6 Wochen wieder erlaubt werden, bei gelenkbelastenden Sportarten sollte weitere 4-6 Wochen die Orthese noch getragen werden.
Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit beträgt bei Patienten mit überwiegend sitzender Tätigkeit etwa 1 Woche, bei solchen, die ganztags auf den Beinen sind, etwa 2 Wochen.
Dr. med. Axel Buchmüller
Chirurgische und Orthopädische Praxis
