Der Diabetische Fuß

 

In Deutschland gibt es ca. über 4 Millionen Diabetiker. Trotz guter Insulintherapie muss dennoch nach wie vor ein hoher Prozentsatz von Diabetikern im weiteren Verlauf mit Komplikationen im Fußbereich rechnen.

Die Lokalbehandlung im Sinne moderner Wundtherapie ist ohne profunde Kenntnise der Wundheilungsvorgänge und der modernen Wundverbände nicht denkbar und nicht aussichtsreich.

Ein enorm wichtiges Kriterium bei der modernen Wundversorgung ist die Kontinuität der Behandlung. Nicht nur Arzt und Patient, sondern auch pflegende Angehörige oder der Pflegedienst sollten im ständigen Dialog stehen, denn über die häusliche Pflege erfolgt zum größten Teil die Rückkoppelung. Qualität und Kontinuität erhöhen die Akzeptanz und Compliance.

Das gemeinsame Vorgehen von Diabetologen und Chirurgen ist sinnvoll. Dem Chirurgen stehen einfache diagnostische Mittel und Therapien zur Verfügung.

Sonographie

Röntgenaufnahme - Verlaufskontrolle

Sondierung von tiefen Wundhöhlen

Wundsäuberung

Debridement

Einlegen von antiseptischen Tamponaden

Versorgung mit Orthesen

Veranlassung von physikalischer Therapie

Die Therapie des diabetischen Fußes richtet sich nach vorangegangener Diagnose unter Berücksichtigung der Stadieneinteilung. Die konservative Behandlung mit Vorfuß- oder Fersenentlastungsschuh und größeren Orthesen geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Orthopädietechniker.

Chirurgisch werden Hornhautschwielen, Hyperkeratosen, Nekrosen und Sequester abgetragen und zur histologischen Untersuchung eingesandt.