Orthopädische Erkrankungen

Die Orthopädie ist eine Spezialität, welche die Funktionsstörungen des Bewegungsapparats behandelt.

 

Zum Bewegungsapparat gehören:

- der Stützapparat (Knochenskelett mit Gelenken und Bändern)

- die Bewegungsmotoren (quergestreifte Muskulatur mit zugehörigen Sehnen)

- der Steuermechanismus (Nervensystem mit motorischen, sensiblen und zentralen Anteilen), sowie die dazugehörige

- Versorgung (Gefäße) und die

- Schutzabdeckung (Haut)

 

Die hauptsächlichen Funktionen des Bewegungsapparats sind:

- aufrechte Körperhaltung

- Fortbewegung

- Halte- und Greiffunktionen

 

Diesen 3 Hauptfunktionen entspricht im Wesentlichen die Gliederung des Bewegungsapparats in 3 Systeme:

 

- Achsenskelett (Wirbelsäule und Becken)

- Untere Extremitäten (Beine)

- Obere Extremitäten (Arme und Hände)

 

Die Orthopädie beschäftigt sich entsprechend diesem Aufbau des Bewegungsapparats

- 1. mit bestimmten Geweben des Körpers (Knochen, Knorpel, Bindegewebe, Muskulatur usw.)

- 2. mit bestimmten Körperregionen (Wirbelsäule, Arme und Beine).

 

Gewisse Schwierigkeiten ergeben sich in der Abgrenzung gegenüber der Chirurgie in der Unfallchirurgie. Die Abtrennung einer „Unfallchirurgie" gegenüber einer „Chirurgie der Krankheiten" ist im Grunde genommen so wenig sinnvoll wie die Abgrenzung von Unfällen gegenüber Krankheiten in der Versicherung. Die Trennung ist künstlich, denn die gesamte Spezialisierung der operativen Disziplinen vollzieht sich logischerweise nach Organsystemen und nicht danach, ob ein Organ traumatisch oder anderweitig geschädigt ist.